Hier erscheinen Sonderberichte über TT-Persönlichkeiten, besondere Ereignisse und interessante Begebenheiten aus unserem Sport.

Kreisentscheid Mini-Meisterschaften   JHV des TTV Koldenbüttel  Wanderpokalturnier   Schüler- VM des TTV Koldenbüttel  

Marina Piske und Wolfgang Lorenzen glänzen

vom 13. Juli 2017
Die World Transplant Games 2017 im spanischen Malaga bot mehr als 2000 transplantierten Sportlerinnen und Sportlern die perfekte Kulisse für siebzehn weltmeisterliche Wettbewerbe. Mit dabei die in diesem Jahr vom TSB Flensburg zum TSV Nordstrand 03 gewechselte, 14-jährige Marina Piske und Wolfgang Lorenzen vom TSV Mildstedt. Beide traten in ihrer Parade-Disziplin "Tischtennis" an und holten vier Medaillen für das mit insgesamt 60 Teilnehmern angereiste deutsche Team. Marina, die sich im Alter von 3 Monaten einer Teillebertransplantation unterziehen lassen musste, hatte keine Mühe, sich in der zusammengefassten Altersklasse von 12-29 Jahren gegen 3 Britinnen und 2 Iranerinnen durchzusetzen. Sie gewann alle Spiele in 2 Gewinnsätzen und verdiente sich damit nachträglich den Weltmeistertitel, der ihr in ihrer Altersklasse (12-14 J) als einzige Teilnehmerin zuerkannt wurde und den sie bereits 2015 in Argentinien errungen hatte. Die zweitplatzierte Iranerin Bahareh Beygi wurde zur Weltmeisterin der Altersklasse 18-29 Jahre gekürt. Gemeinsam mit der Goldmedaillengewinnerin von Argentinien, Beate Bea (Schwenningen), errang sie im Doppel-Wettbewerb zusätzlich die Silbermedaille. Hier mussten sie sich nur dem iranischen Gespann Beygi/Taghdir geschlagen geben. Im Mixed, bei dem nach einigem organisatorischen Wirrwarr die Altersklassen aufgehoben wurden, kam für Piske und ihrem hessischen Partner Michael Klitsch ebenso das Aus im Viertelfinale wie für den nierentransplantierten Mildstedter Wolfgang Lorenzen und Beate Bea, die noch im Vorjahr im finnischen Vantaa gemeinsam die Vize-Europameisterschaft errungen hatten. Dafür lief es für Lorenzen im Einzel besser. In einer Vorgruppe qualifizierte er sich als Zweiter hinter dem Chinesen Shiqiang Xu für die KO-Runde der Altersklasse 60-69 Jahre, die ihm nach souverän überstandenem Viertelfinale gegen den Holländer John van Fliet im Halbfinale seinen sächsischen Doppelpartner Dietmar Steude präsentierte. Lorenzen siegte glatt und traf im Finale erneut auf Shiqiang Xu. Die Revanche für die Niederlage in der Gruppe gelang ihm allerdings nicht. Nach 3 knapp verlorenen Sätzen (-10,-8,-7) freute sich der Mildstedter trotz allem über den Titel "Vize-Weltmeister". Dieser blieb ihm und Dietmar Steude in der Doppel-Konkurrenz versagt. Wiederum war es Shiqiang Xu, der mit seinem Partner WenZhong Gao den Final-Einzug des deutschen Doppels verhinderte. Trotzdem war die Freude über die gewonnene Bronzemedaille groß. Während Marina Piske wegen der großen Hitze auf eine Teilnahme bei den Laufwettbewerben verzichtete, startete Lorenzen noch im Hochsprung. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,20m, die im letzten Jahr noch für den Europameistertitel reichte, belegte er in seiner Altersklasse (60-69 J.) am Ende noch einen guten 4. Platz.

Das deutsche Teilehmerfeld

2 x Gold und 1 x Bronze für Wolfgang Lorenzen.

vom 28. Mai 2017
Gut gerüstet für die Ende Juni in Malaga (Spanien) stattfindenden Weltmeisterschaften zeigte sich der Mildstedter Wolfgang Lorenzen auf den 38. Deutschen Meisterschaften der Transplantierten und Dialysepatienten in Leipzig. Lorenzen trat in seinen Paradedisziplinen Tischtennis und Hochsprung an und holte in seiner Altersklasse 2 Gold- und eine Bronzemedaille. In einer Vorrunde qualifizierte sich der ehemalige Tischtennis-Landesligaspieler als Zweiter für das Halbfinale. Dabei vergab er im letzten Gruppenspiel den 1. Platz durch einen unnötigen Satzverlust, so dass er im Semi-Finale vorzeitig auf den Favoriten Jürgen Adolph aus Zerbst in Sachsen-Anhalt traf. Lorenzen unterlag in 3 knappen Sätzen und musste sich mit dem 3. Platz begnügen. In der Doppel-Konkurrenz lief zwar ebenfalls nicht alles wie am Schnürchen, mit seinem hessischen Partner Michael Klitsch verlor er im Modus “Jeder gegen Jeden” das Spiel gegen die späteren Drittplatzierten Kirchhoff/Steude aus Wuppertal/Callenberg, aber mit 4 Siegen reichte es am Ende für Gold vor dem Duo Wolff/Bea (Eschweiler/Villingen). Tischtennis war aber nicht die einzige Sportart, in der in Leipzig deutsche Meister gekrönt wurden. Neben Schwimmen, Badminton, Tennis, Golf, Bowling, Volleyball, Radfahren war vor allem der Hochsprung eine Disziplin, in der sich Lorenzen etwas ausrechnete und das zurecht. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,20 m gewann er in der Klasse der über 60-jährigen ebenfalls Gold. Begeistert von der Veranstaltung und dem Rahmenprogramm des Ausrichters TransDia Sport Deutschland, übrigens eine aus dem 1982 in Husum gegründeten “Deutschen Sportverein für Nierentransplantierte (DSN)” hervorgegangene Organisation, freut sich Wolfgang Lorenzen nun auf das Highlight der Saison, die Weltmeisterschaften in Malaga von 25.6 - 02.07. Dort wird er zusätzlich in den Disziplinen “Tischtennis-Mixed” und “Weitsprung” antreten.

Nicht nur im Tischtennis eine Klasse für sich Wolfgang Lorenzen holte auch im Hochsprung Gold

Carsten Winkler siegt bei Vorstandsturnier

Carsten Winkler, seit 2015 Sportwart unseres Tischtennis-Kreisverbandes, wurde Sieger des Vorstandsturniers 2017. In dem traditionellen Doppelturnier werden die Teilnehmer je nach Bilanzpunktzahl in eine stärkere und eine schwächere Gruppe eingeteilt. Die Spieler der bilanzstärkeren Gruppe mussten jeweils mit allen Teilnehmern der zweiten Gruppe gegeneinander antreten. Carsten gewann 7 von 8 Spielen und ließ Vorjahressieger Erk Boysen (Kassenwart), Hauke Bohnert (Schiedsrichterwart), Andreas Bock (Beisitzer) und Dieter Brack (Schrift- und Pressewart), die jeweils 5:3 Siege aufwiesen, hinter sich. Frauenwartin Silke Kohrts, die mit 3 Siegen einen glänzenden Start hingelegt hatte, kam am Ende mit 4:4 Siegen auf den sechsten Platz. Markus Nissen (Homepage) merkte man das Trainingsdefizit an. Er hatte fast ein Jahr keinen Schläger in der Hand gehabt, und so musste er sich mit einem Sieg und dem 7. Platz zufrieden geben. Antje Bock, die zur Freude aller das Teilnehmerfeld komplettiert hatte, blieb trotz vieler enger Sätze und Spiele leider ein Sieg versagt. Bei Kaffee und Kuchen, Bier und Teepunsch gerieten die Spiele fast zur Nebensache. Alle hatten viel Spaß und ließen den Tag/Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

Dieter Brack

Ergebnisse

Dieter Brack überreicht den Siegerpokal an Carsten Winkler.


Carsten Winkler 7:1/14:4
Erk Boysen 5:3/11:6
Hauke Bohnert 5:3/10:5
Andreas Bock 5:3/11:7
Dieter Brack 5:3/10:7
Silke Kohrts 4:4/9:9
Markus Nissen 1:7/4:14
Antje Bock 0:8/1:16

Familie Oetzmann unterstützt Breklums Damen

Breklumīs Damen in den neuen Trikots

Die Wege in der Tischtennis-Verbandsliga sind weit. Der Aufstieg in die höchste Klasse des Landes Schleswig-Holstein ist für das Damen – Team von Germania Breklum nicht nur spielerisch schwer zu meistern, sondern auch finanziell. So ist denn auch jede Unterstützung willkommen, wie zum Beispiel die von Silke und Gunnar Oetzmann, die die erfolgreiche Damen-Mannschaft zu Beginn der Saison sportlich neu eingekleidet hat. Seitdem ziert der Schriftzug „PGO Planungsgemeinschaft Oetzmann“ die Trikots. Es war auch eine Herzensangelegenheit der Familie Oetzmann, den Tischtennis-Sport in Breklum zu unterstützen. Tochter Gotje ist im Schüler-Bereich aktiv und auch Gunnar Oetzmann, der schon als Jugendlicher gespielt hat, ist wieder eingestiegen. Mit der Unterstützung von Breklums Damen wollen wir auch deren Mut honorieren, den freigewordenen Platz in der Verbandsliga zu besetzen, so Oetzmann. Breklum ist momentan zwar Vorletzter, hat aber in der Hinserie in eigener Halle viele spannende Spiele nur knapp verloren. Insofern ist die Hoffnung groß, die Klasse am Ende der Saison doch noch halten zu können.

Lorenzen holt 3 x Silber und 1 x Bronze

Die Titelverteidigung bei den Tischtennis-Europameisterschaften für Transplantierte und Dialysepatienten im finnischen Vantaa gelang Wolfgang Lorenzen zwar nicht, aber trotzdem konnte der Mildstedter sehr zufrieden sein. Mit 3 Silbernen und einer Bronzemedaille trat er die Heimreise an . Lorenzen startete überaus erfolgreich in die Wettkämpfe. Mit seiner Partnerin Beate Bea aus Villingen besiegte er im Tischtennis-Mixed Viertelfinale die Ungarische Paarung Szabo/Quittner mit 3:0 und im anschließenden Halbfinale die ebenfalls aus Ungarn stammende Formation Alagro/Ferencz mit 3:1. In einem rein deutschen Endspiel mussten Lorenzen und Bea sich dann knapp mit 2:3 gegen Sarah Kornau/Michael Klitsch geschlagen geben.In der anschließenden Doppelkonkurrenz lief es ebenfalls mehr als zufriedenstellend, auch wenn Lorenzen und sein sächsischer Partner Dietmar Steude im Halbfinale den Griechen Xenos/Arkas klar unterlegen waren. Trotzdem freuten sich beide über die Bronzemedaille. Mit einem klaren 3:0 über den Spanier Martin Carrasco startete Lorenzen in die Einzel-Konkurrenz, musste dann aber aufgrund von Rückenproblemen aufgeben. Auch in zwei Leichtathletik-Disziplinen gab es Edelmetall für den Mildstedter. In seiner Alterklasse gewann Lorenzen, der schon jetzt die Weltmeisterschaft 2017 in Malaga im Visier hat, sowohl im Hochsprung mit 1,20m als auch im Weitsprung mit 3,38m die Silbermedaille.

Wolfgang Lorenzen mit dem deutschen TT-Team

Bezirkstag vom 24.6.16 in Tarp

Ab der Saison 2017/2018 wird die 2. Tischtennis-Bezirksliga aufgeteilt in eine Staffel mit 6-er Mannschaften und eine Staffel mit 4-er Mannschaften. Der TT-Bezirk Nord folgte damit mehrheitlich einem Antrag des TSV Mildstedt und seinem Spartenleiter Heino Petersen, der die Anwesenden davon überzeugen konnte, die jahrelange Kontroverse um die Einführung von 4-er Mannschaften auf Bezirksebene mit dieser salomonischen Entscheidung vorläufig zu beenden. Die Aufsteiger aus den Tischtennis-Kreisligen haben nun die Möglichkeit, je nach Personallage, eine 4-er oder eine 6-er Mannschaft für die 2. Bezirksliga zu melden. Die Entscheidung kommt vor allem den Vereinen aus dem Kreis Nordfriesland entgegen, die schon seit Jahren im Gegensatz zum Kreis Nord in ihren Kreisklassen und Kreisligen mit 4-er Mannschaften spielen. Auf sportlich errungene Aufstiege in die 2. Bezirksliga wurde in der Vergangenheit immer häufiger verzichtet, weil das Personal für eine 6-er Mannschaft fehlte. Dies führte in diesem Jahr dazu, dass die Kreisliga aufgrund der vielen Meldungen in zwei Staffeln aufgeteilt werden musste. In einem weiteren Beschluss, der eine knappe Mehrheit fand, wurde festgelegt, die 1. TT-Bezirksliga in den nächsten beiden Jahren stufenweise auf 10 Mannschaften zu reduzieren. Ein weiterer Antrag, Termine für Spielverlegungen frei absprechen zu können, wurde mehrheitlich abgelehnt.

Ein Stück Timo Boll in Nordfriesland

Sascha Franke und Frank Germann ersteigern begehrtes Trikot

Was mit einer Idee des begeisterten Tischtennis-Spielers Alexander Orthen in Nordrhein-Westfalen begann, endete nun in Nordfriesland. Alexander Orthen, aktiv bei der SV Germania Salchendorf im Siegerland, sammelte Trikots von Spitzenspielern der Tischtennis-Bundesliga. Da er als Fotograf häufig Partien aus der höchsten deutschen Spielklasse besuchte, kam schnell eine erkleckliche Anzahl zusammen. Nach einem Besuch des Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe, das sich um unheilbar kranke Kinder, Jugendliche und deren Familien kümmert, kam ihm die Idee, diese Trikots über ein Online-Auktionshaus zu versteigern und den Ertrag dem Hospiz, das jährlich auf 1,2 Millionen Euro an Spendengeldern angewiesen ist, zukommen zu lassen. Über mehrere Monate bot er nacheinander mehr als 30 zum Teil signierte Trikot-Oberteile an. Als Höhepunkt dieser Aktion kam ein Sportdress des wohl erfolgreichsten deutschen Tischtennisspielers aller Zeiten, Timo Boll, unter den Hammer. Timo Boll hatte es in der letzten Saison bei seinen Einsätzen in der chinesischen Super-League getragen. Frank Germann, engagierter Jugend- und Schülerwart des Tischtennis-Kreises Nordfriesland und Sascha Franke, langjähriger Langenhorner Landesligaspieler und seit Saisonbeginn beim MTV Leck „unter Vertrag“, erzielten den Zuschlag. „Der Betrag, den ich bereit war einzusetzen, hätte nicht gelangt“, so Germann. Da aber auch Franke bereit war, eine nicht unerhebliche Summe zu investieren, taten sich beide zusammen und erhielten bei etwas mehr als 800 Euro den Zuschlag. „Bei den nächsten Jugend- und Schüler Turnieren werden wir es ausstellen“, so Germann weiter. „Boll ist ein sehr beliebter Spieler in China. Vielleicht erzielen wir in einigen Jahren beim Weiterverkauf dort einen Gewinn“. Aber zunächst soll es in Nordfriesland verbleiben. Das investierte Geld ist auf jeden Fall in sehr guten Händen. Insgesamt kamen bei der Aktion für das Hospiz ca. 3300 Euro zusammen.

Drei Schweden in Wiedingharde

von links_Wolfgang Seidel_Jörgen Zimmermann_Anders Buman_Leif Crunke_Otto Dücke Lützen_Stefan Petersen_Klaus Dieter Wenig_Gunnar Nyström

64 ° Nord 21 ° Ost, das sind in etwa die Koordinaten der nordschwedischen Stadt Skellefteå, die mit 30000 Einwohner zirka die 1 1/2 fache Größe von Husum hat. Sie liegt am Bottnischen Meerbusen, dem nördlichsten Teil der Ostsee, der im Winter grundsätzlich zufriert. Hier, ein wenig südlich des Nordpolarkreises, spielen die drei Schweden Anders Buman, ein 58-jähriger Taxifahrer, Leif Crunke (60 Jahre und Gärtner) sowie Gunnar Nyström, ein 64-jähriger ehemaliger Deutschlehrer, in einer gemeinsamen Mannschaft in der 3. schwedischen Tischtennis-Liga, in der sie im letzten Jahr den 4. Platz belegten. Aufgrund der riesigen Entfernungen zwischen den einzelnen Spielorten (bis zu 500 km) trifft man sich zum Punktspielbetrieb gleich mit mehreren Mannschaften an einem Wochenende. In dem an Lappland angrenzenden Gebiet, wo ein Wintertag mal gerade knappe 4 Stunden dauert, hält sich auch Wolfgang Seidel häufig auf. Seidel, der in der nordfriesischen Tischtennis-Kreisliga für den TSV Wiedingharde II den Schläger schwingt, hat Kontakte zum dortigen TT-Verein und nutzt bei seinen Aufenthalten deren Trainingsmöglichkeiten. Die aus einer Bierlaune heraus entstandene Idee, in Wiedingharde ein Freundschaftsspiel auszutragen, wurde sogleich in die Tat umgesetzt, als in Stockhom ein Tischtennis-Seminar angeboten wurde, an dem die drei Schweden teilnehmen sollten. Seidel lud sie kurzerhand zu sich nach Hause ein, fuhr mit ihnen 17 Stunden nach Stockholm und nach dem Seminar weitere 7 Stunden nach Bröns, seinem Wohnort in Dänemark. Tags darauf begrüßte Robert Deussing, Kapitän der ersten Mannschaft des TSV Wiedingharde, die Gäste herzlich zu einem Freundschaftsspiel, in dem das Deutsch-Dänische Bezirksligateam gegen die durch Seidel komplettierte Gastmannschaft mit 8:4 die Oberhand behielt. Das Ergebnis war aber zweitrangig. Bei Kaffee und Kuchen und abends beim gemeinsamen Essen kam man sich näher und tauschte sich aus. Ein gemeinsamer Trainingsabend folgte zwei Tage später, in der auch prompt eine Gegeneinladung ausgesprochen wurde. So werden sich dann die Wiedingharder Tischtenniscracks im nächsten Jahr wohl auf eine lange Reise begeben.